Dr. Moritz Florin

Dr. Moritz Florin

  • Organisation: Department Geschichte
  • Abteilung: Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas (Prof. Dr. Obertreis)
  • Telefonnummer: +49 9131 85-24759
  • E-Mail: moritz.florin@fau.de
  • Adresse:
    Bismarckstraße 12
    91054 Erlangen
    Raum 1.314

 

2002: Abitur, Shanghai American School

10.2002-3.2009: Studium an der Universität Hamburg
Fächer: Geschichte, Lateinamerikastudien, VWL, Musikwissenschaft, Osteuropastudien
Abschlüsse: Magister artium; Abschluss im Ergänzungsstudiengang „Osteuropastudien“

7.2009-3.2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Frank Golczewski, Universität Hamburg, Fachbereich Geschichte, Arbeitsbereich Europäische Geschichte

6.2010-2.2011: Forschungsaufenthalt in Bischkek mit DAAD-Stipendium

3.2012-4.2012: Forschungsaufenthalt in Moskau, Stipendium des DHI-Moskau

3.2013: Disputation

4.2013-8.2014: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas an der Universität Erlangen-Nürnberg

Seit 7.2015: Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas an der Universität Erlangen-Nürnberg

 

Monographien

Kirgistan und die sowjetische Moderne, 1941-1991, Göttingen: V&R, 2015 (=Kultur- und Sozialgeschichte Osteuropas Bd. 3).

Der Hitler-Stalin-Pakt in der Propaganda des Leitmediums. Der „Völkische Beobachter“ über die UdSSR im Jahre 1939, Berlin 2009 (= Osteuropa: Geschichte, Wirtschaft, Politik 45).

 

Aufsätze

Emptying Lakes, Filling Up Seas. Hydroelectric Dams and the Ambivalences of Post-War Development in Soviet Central Asia, in: Ab imperio 4, 2017 (im Erscheinen).

Beyond Colonialism? Agency, Power and the Making of Soviet Central Asia, in: Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History 4 (2017), S. 827-838.

What is Russia to us? Making Sense of Stalinism, Colonialism and Soviet Modernity in Kyrgyzstan, 1956-1965, in: Ab imperio 3, 2016, S. 165-189.

Becoming Soviet through War. The Kyrgyz and the Great Fatherland War, in: Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History, 17/3, 2016, S. 495-516.

Nation des Terrors? Legitime und illegitime Gewalt im nationalen Selbstverständnis der Tschetschenen, in: Osteuropa 66/4, 2016, S. 109-124.

„Bei uns gab es keine Dissidenten“. Kritik und Dissidenz an der zentralasiatischen Peripherie, 1964-1982, in: Boris Belge/ Martin Deuerlein (Hg.): Perspektiven auf die Brežnev-Zeit, Tübingen 2014, S. 179-202.

Faites tomber les murs ! La politique civilatrice de l’ère Brežnev dans les villages kirghiz, in: Cahiers du monde russe, 54/ 1-2, 2013, S. 187-211.

Sovetskaja identičnost’ na periferii byvšego SSSR (slučaj Kirgizii), in: Neprikosnovennyj zapas, 6, 2011, URL: http://www.nlobooks.ru/rus/nz-online/619/2679/2694.

Mobilisierung für den Vernichtungskrieg? Nationalsozialistische Propaganda und Stalinismus, 1933-1941, in: Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung 2011, S. 31-48.

 

Tagungsberichte

Tagungsbericht Lebenswelt Ghetto.10.2009-11.10.2009, Lüneburg, in: H-Soz-u-Kult, 19.11.2009, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=2855

Tagungsbericht Afghanistan, the Cold War, and the End of the Soviet Union, 03.2013-16.03.2013, Hamburg, in: H-Soz-u-Kult, 19.6.2013, http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/tagungsberichte/id=4866

 

Rezensionen

für HSOZKULT, Sehepunkte, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Kritika: Explorations in Russian and Eurasian History, Russian Review

 

Aktuelle Projekte

  • Spektakuläre Gewaltakte. Transnationale Öffentlichkeiten und Terrorismus, 1890-1914

In dem Projekt soll die kommunikative Wirkung spektakulärer Gewaltakte in den letzten beiden Jahrzehnten vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges in vergleichender und transnationaler Perspektive analysiert werden. Als „spektakulär“ werden dabei Attentate bezeichnet, die besonders heftige Reaktionen in der Öffentlichkeit hervorriefen. Dies galt (und gilt) insbesondere für terroristisch motivierte Bombenattentate aus dem Untergrund mit einer großen Zahl unbeteiligter Opfer. Geplant ist zunächst eine möglichst dichte Beschreibung der unmittelbaren Reaktionen auf derartige Anschläge in Spanien, Frankreich, dem Russischen Reich und den USA anhand der bereits vorhandenen Literatur sowie anhand von Quellen aus dem unmittelbaren Umfeld (Polizei- und Gerichtsakten, Geheimdienstberichte, Bekennerschreiben, Memoiren). Darauf folgt eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewählter Zeitungen, die über Attentate berichteten. Von Interesse sind dabei Zeitungen, deren Berichterstatter unmittelbar vor Ort waren, sowie daran anschließend die nationale und internationale Presse, in der die Ereignisse kommentiert und eingeordnet wurden. Die Arbeit wird damit einen wichtigen Beitrag nicht nur zum besseren Verständnis von durch Gewalt ausgelösten kommunikativen Dynamiken, sondern auch der transnationalen Vernetzung von Öffentlichkeiten vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges leisten.

 

Tagungen und Workshops

  • mit Manfred Zeller (Bremen): „The Great Friendship. The Soviet Union as a Poly-Ethnic State, 1945-1991“ (Konferenz am DHI-Moskau, Februar 2017)
  • mit Victoria Gutsche und Natalie Krentz (FAU Erlangen-Nürnberg): Interdisziplinäre Arbeitstagung und Sammelband zu „Konstellationen historischer Diversität. Europa, Russisches Reich und islamische Welt vom 16. bis zum 19. Jahrhundert“ am 4. und 5. Oktober 2016 in Erlangen
  • mit Nathalie Keigel: „Sozialistische Sechziger. Transnationale Perspektiven auf die Sowjetunion und Jugoslawien in ihrem goldenen Zeitalter“ (Universität Hamburg, März 2013)

 

Vorträge (Auswahl)

– “Zentralasien, das Ende der Sowjetunion und die Globalgeschichte der Dekolonisation. Eine Annäherung“, Vortrag auf der Konferenz „Communism Beyond Eurocentrism“, Leipzig, 15.9.2017.

– “Transfers and Learning”, Kommentar auf der Konferenz “The Tsarist/ Soviet Empires and the History of Modernity in Asia, München, 12.9.2017.

– “Unmaking Soviet Citizens. Perestroika and the National Question in Frunze“, Vortrag auf der Konferenz “Beyond Empire. The Soviet Union as a Poly-Ethnic State“, DHI Moskau, 17.2.2017.

– „Russophonie? Die russische Sprache in Zentralasien vor und nach dem Zerfall der UdSSR“, Institut für Slawistik, Bochum, 30. November 2016.

– „Die Sowjetunion multiethnisch – vom „Aufblühen“ und „Verschmelzen“ der Nationen“, Workshop: Multiethnizität, Dynamik und Integrationsmöglichkeiten in der Geschichte, Erlangen 10.-11. Oktober 2016.

– „Diversität und Zirkus im Russischen Vielvölkerreich“, Arbeitstagung „Konstellationen historischer Diversität. Europa, Russisches Reich und islamische Welt vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert“, Erlangen, 4.-5. Oktober 2016.

– „Staudammbau und die sowjetische Moderne in Zentralasien“, Institut für Geschichtswissen-schaft und Europäische Ethnologie, Bamberg, 15.6.2016.

– „Die Sowjetunion und der Kalte Krieg“, Vortrag, Universität Erlangen, 9. Juni 2016.

– “The Rehabilitated People: Chechens, Ingushes and Germans in Kyrgyzstan, 1956-1991”, Central Eurasian Studies Society regional Conference, Kazan, June 2-4, 2016

– “Chyngyz Aitmatov and the Scandal of Individuality in Soviet Kyrgyzstan”, Konferenz: The Many Faces of Late Socialism. The Individual in the ‚Eastern Bloc’, 1953-1988, ´Köln, 26.-28.Mai 2016.

– “Remaking ethnic hierarchies through war. Evacuations, deportations, and the Kyrgyz nation, 1941-1953”, Biannual Conference of the European Society for Central Asian Studies (ESCAS), Zürich, 8.-11. Oktober 2015

– “Islam under Communism. Central Asia in the International Relations of the Soviet Union”, Vortrag, Workshop Erlangen, 30.9.2015.

– “Emptying lakes, filling up seas. Soviet high modernity and the environment in Kyrgyzstan, 1961-1985”, Internationale Konferenz “Development and Modernization in the Soviet periphery”, Leiden, 25.-26.9.2015.

– “Zentralasiatische Intellektuelle und die Dritte Welt, 1956-1971“, Workshop: Wissensprodukti-on und Wissenszirkulation zwischen Russland und Asien, München, 21.-22. Mai 2015.

– “People’s Friendship and Antisemitism. Jewish Life in the Kyrgyz Republic, 1941-1991”, Paris, EHESS, February 2015

– “Emptying lakes, filling up seas. Soviet high modernity and the environment in Kyrgyzstan, 1961-1985”, Paris, EHESS, February 2015

– “The Deportation of the Chechen and Ingush. Victim Narratives and Identities”, Konferenz „Authenticity and Victimhood in 20th Century Commemorative Culture“, Institut für Zeitgeschichte, Berlin, Dezember 2014

– „Das Ende der ‚Völkerfreundschaft‘? Die Ethnisierung des politischen Diskurses in Kirgistan, 1986- 1995“, Zentralasientag, IFSH Hamburg, 5. Dezember 2014.

– „Nostalgie und Nation. Zentralasiatische Geschichten vom Ende der Sowjetunion“, Workshop: Oral History als Methode zur Erforschung der sowjetischen Geschichte, Berlin, 5. Juli 2013.

– „Die antireligiöse Kampagne in Zentralasien“, Tagung: Abschied von der Gewalt. Das Tauwetter in der Sowjetunion und im Ostblock, 1953-1964, Berlin, 6.12.-7.12.2013

– „Die Deportationen nach Zentralasien während des Zweiten Weltkrieges“, Kolloquium des Deutschen Historischen Instituts, Moskau, 29. März 2012.

– „‚Bei uns gab es keine Dissidenten!’ Zentralasiatische Intellektuelle in Brežnevs goldenem Zeitalter“, Konferenz: Perspektiven auf die Brežnev-Zeit, Tübingen 9.-11. Februar 2012.