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Levan Katcharava

Dissertationsprojekt:

Die außenpolitische Orientierung Georgiens und die georgisch-deutschen Beziehungen in den Jahren 1917-1918

Gemeinsame Betreuung durch: Prof. Dr. Julia Obertreis (FAU), Prof. Dr. Nugzar Zosidze, Staatliche Schota Rustaveli Universität, Batumi

geboren am 31. Januar 1978 in Batumi / Georgien, georgische Staatsangehörigkeit, verheiratet
1983-1994 Gymnasium in Batumi
1994-1999 Studium der Geschichte an der Staatlichen Schota Rustaweli-Universität in Batumi, Abschluss: Historiker, Lehramt für Geschichte

und Studium der Rechtswissenschaften an der Juristischen Fakultät der Iwane Dschawachischwili-Rechtshochschule in Batumi, Abschluss: Diplom-Jurist

1995-2000 Verschiedene Ämter beim Roten Kreuz in der Autonomen Republik Adscharien, Georgien
2000-2005 Verschiedene Ämter in Verwaltung und Parlament von Adscharien/Georgien, Temporärer Präsidialrat in der Autonomen Republik Adscharien u.a. als führender Spezialist für Rechtsfragen; Vertretung des Ombudsmannes Georgiens in der Autonomen Republik Adscharien, Georgien
2006-2008 Gründungsmitglied und Exekutivdirektor der NGO „Zentrum für Rechtskultur“ in Batumi
2008-2013 Anwalt für Strafrecht, Verband der georgischen Anwälte in Tiflis
seit 2014 Doktorand am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte mit dem Schwerpunkt der Geschichte Osteuropas, FAU
Sprachen Georgisch (Muttersprache), Russisch (sehr gut), Deutsch (gut)

 

Die außenpolitische Orientierung Georgiens und die georgisch-deutschen Beziehungen in den Jahren 1917-1918

 

Den Gegenstand des vorliegenden Dissertationsprojekts bilden die politische Entwicklung Georgiens und die deutsch-georgischen Beziehungen in den Jahren 1917-1918. Im Vordergrund der Untersuchung stehen dabei die Rolle und die Bedeutung des Deutschen Reiches als politischer Partner in den außenpolitischen Konzepten Georgiens in diesem Zeitraum. Diese sollen vor dem Hintergrund des Untergangs des Russischen Zarenreiches im Zuge der beiden russischen Revolutionen von 1917 und des Interessenkonfliktes der Großmächte wie Deutschland, Großbritannien, die Türkei und Russland in der Schlussphase des Ersten Weltkrieges betrachtet werden.

Dabei werden im Einzelnen folgende Aspekte erörtert: der Zerfall des russischen Zarenreiches und die Lage an der Transkaukasischen Front in den Jahren 1917 und 1918; die Friedensverhandlungen von Erzincan zwischen den Militärbefehlshabern des Osmanischen Reiches an der Transkaukasischen Front und dem Kommissariat Transkaukasiens; der Friedensvertrag von Brest-Litowsk und seine politische Bedeutung für den Kaukasus (z.B. die drohende Gefahr des Verlustes der Gebiete von Ardahan und Batumi als historische Teile Georgiens); die Friedensverhandlungen von Trabzon zwischen dem Transkaukasischen Sejm und dem Osmanischen Reich; die Erklärung der unabhängigen Föderativen Republik Transkaukasiens, ihre Zielsetzungen und Folgen; die Friedenskonferenz von Batumi; die deutsch-georgischen Beziehungen in den Jahren 1917 – 1918 (darunter die Unabhängigkeitserklärung Georgiens vom 26. Mai 1918 sowie die Bedeutung Deutschlands als innen- und außenpolitischer Stabilitätsfaktor für die Georgische demokratische Republik, insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahres 1918).