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HS "Die Geschichte der "Stasi" der DDR – national, international und lokal"

Dozent/in

Details

Zeit/Ort n.V.

Die Veranstaltung wird soweit möglich in Präsenz stattfinden, abhängig von der Pandemielage.

Inhalt

Der Staatssischerheitsdienst, seit 1950 organisiert im Ministerium für Staatssicherheit (Mfs), war Geheimpolizei und Nachrichtendienst der DDR und realisierte u.a. mit den berühmt-berüchtigten „IM“ (Inoffiziellen Mitarbeitern) ein nicht gekanntes Ausmaß der Bespitzelung der Bevölkerung. Die Einsatzmethoden der Stasi reichten von Einschüchterung über Haft und Folter bis zur psychologischen „Zersetzung“ der „feindlich-negativen Personen“. Im Seminar wird die Geschichte der Stasi von den Ursprüngen um 1945 bis zu ihrer Auflösung 1990 anhand von Sekundärliteratur und Quellen erarbeitet, wobei auch Zeitzeuginnen und -zeugen zu Wort kommen werden. Dabei wird der ideologisch-propagandistischen deutsch-deutschen Frontstellung im Kontext des Kalten Krieges besondere Beachtung geschenkt. Eine vergleichende Perspektive auf westdeutsche und andere Geheimdienste, u.a. auf den KGB der Sowjetunion, soll ebenfalls nicht fehlen. Zudem wird ein Projekt in der Entstehung begleitet, das der Stasi-Tätigkeit in Bezug auf die Städtepartnerschaft Jena-Erlangen und in Erlangen selbst nachgehen wird. Neben der politisch-ideologischen Ausrichtung und der Struktur der Stasi sollen auch die Selbstsicht der „Tschekisten“ als „Schild und Schwert der Partei“, die „Erfolge“ und Misserfolge der Stasitätigkeit sowie die Folgen der Repressionen für die Opfer und Betroffenen behandelt werden. Zudem stellt sich die Frage, wie mit den materiellen und ideellen Hinterlassenschaften der Stasi seit 1990 umgegangen wird und wie ihre Geschichte (pop)kulturell aufgarbeitet wird. Wenn die Pandemielage es zulässt, ist eine kleine Exkursion nach Berlin mit Besuch der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg und des ehemaligen Stasi-Gefängnisses Hohenschönhausen geplant.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 20